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"HINTER DER KURVE"
Lyrik und Prosa von
Robert Gernhardt
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Für die Bühne eingerichtet von
Bernd Ludwig und Christian Barthelmes
Premiere 19. Februar 2002 in der
Vaganten Bühne Berlin
mit
Robert, der Poet
Bernd Ludwig
Theo, der Musiker
Antonello Marafioti
Regie
Christian Barthelmes
Musik
Antonello Marafioti |
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Ausschnitte aus der Erzählung "Reich der Sinne, Welt der
Wörter" und eine Auswahl aus dem lyrischen Werk Robert
Gernhardts bieten das Ausgangsmaterial für diesen Abend.
Diese Texte verdichten sich auf erstaunlich leichte Weise zu
einer Figur, die spielerisch den Namen Robert Trostbedürftig
für sich in Anspruch nimmt.
In einer Bar: Theo, Italiener, Musiker sitzt dort am
Klavier.
Robert ist Gast und sitzt vor einer Flasche. Er ist gerade
etwas ins Schleudern gekommen...
Wegen der "selbstverständlichsten Sache der Welt": "Der Mops
hat seinen Zeugungstrieb ganz schrecklich gern und furchtbar
lieb". Das Reich der Sinne!
Aber ist das andererseits nicht alles furchtbar banal??! Die
Venus-Falle! Was für ein primitiver Mechanismus! Dieses Reich
der Sinne!
Welch Reichtum an Nuancen und Farben hat dagegen die Welt der
Wörter! Unsere Sprache! Robert ist schließlich Schriftsteller,
Poet!
Er sieht sich an einem Kreuzweg und ganz schnell wieder zurück
in der sinnlichen Wirklichkeit. Da ist das Publikum, das um
ihn herum an Tischen sitzt und trinkt. Ist dieser Raum nicht
voll schöner Frauen? Auf unaufdringliche Weise wird das Publikum
mit einbezogen.
Der offensive und dann doch wieder verletzliche Sarkasmus Roberts
interessiert Theo, den Musiker. Zwischen beiden Männern entsteht
eine spannungsvolle Beziehung. Und es entwickelt sich ein
heiter-melancholischer Abend aus den Texten von Robert Gernhardt,
die genau die Balance zwischen Poesie und Komik wahren.
Theo kommentiert als Musiker die Stimmungen seines Widerparts,
mal mag er ihn mit sanfter Ironie begleiten, mal meint er kräftig
contra geben zu müssen und hat immer wieder auch Raum, sich
selbst in Improvisationen zu verlieren.
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(c) by actorscut.com
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